• Prof. Dr. Martin Middeke

Resistente Hypertonie - was nun?

Resistente Hypertonie: was tun? „Die sogenannte resistente Hypertonie ist nicht sehr häufig und die renale Denervierung ist keine Lösung“

Die übliche Definition einer resistenten Hypertonie, das heißt keine Blutdrucknormalisierung (< 140/90 mmHg) unter drei verschiedenen Antihypertensiva einschließlich eines Diuretikums bei der Messung in der Praxis/Klinik ist völlig willkürlich und nicht mehr zeitgemäß. Die Bestimmung des Blutdrucks außerhalb der Praxis mittels ambulanter Langzeitmessung kann in einem ho- hen Prozentsatz eine Pseudoresistenz aufdecken. Eine mangelhafte Therapieadhärenz ist die häufigste Ursache bei unkontrollierter Hypertonie und sollte bei jedem Patienten so gut wie möglich überprüft werden. Die Basis einer optimalen antihypertensiven Pharmakotherapie ist eine fixe Dreifachkombination aus ARB plus Amlodipin plus Diuretikum in einer Tablette. Bei unzureichender Blutdruckeinstellung wird die zusätzliche Gabe von Nebivolol, Doxazosin oder Spironolakton einzeln oder bei Bedarf kombiniert empfohlen. Mit der renalen Denervierung konnte keine signifikante Blutdruckreduktion im Vergleich zur Kontrollgruppe mit einem Scheineingriff in der HTN-3-Studie erreicht werden. Sie ist daher keine Option mehr für die breite Anwendung.


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