• Prof. Dr. Martin Middeke

Die U-förmige Beziehung zwischen nächtlichem Blutdruck und Organschäden

Jüngste Untersuchungen zeigen, dass bei Hypertonikern der nächtliche Blutdruck das kardiovaskuläre Risiko am besten voraussagt, gefolgt vom 24-Stunden-Blutdruck, dem Tagesblutdruck und der konventionellen Praxismessung. Dies betrifft sowohl die systolische als auch die diastolische nächtliche Hypertonie. Eine optimale Organperfusion von Hirn, Herz und Nieren ist insbesondere in der Nacht nur innerhalb bestimmter Blutdruckgrenzen gewähr- leistet. Dies gilt besonders für Hypertoniker, ältere Menschen und Patienten mit kardio- und zerebrovaskulären Schäden. Als „dip- ping“ wird im angloamerikanischen Sprachgebrauch die physiologische nächtliche Blutdruckabsenkung bezeichnet. Überschreitungen der Grenzen nach oben („non-dipper“ und „inverted dipper“) erhöhen das Risiko für Organschäden und gehen im Vergleich zu Hypertonikern mit normaler nächtlicher Blutdrucksenkung („nor- mal dipper“) mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität einher...


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